Die Kasko muss zahlen: Sturmschäden an Fahrzeugen erst nach Freigabe reparieren lassen

Seit Sonntag herrscht in Leipzig und dem Landkreis Sturmwarnung vor orkanartigen Böen. Sturmtief Eberhard hat uns voll im Griff – auch für die Autos ist das Risiko eines Schadens nicht zu unterschätzen. Doch wer zahlt bei einem Sturmschaden am eigenen Kfz? Wir klären auf!

1. Schaden zeitnah der Versicherung melden

Sturmschäden jeglicher Art sollten möglichst sofort der eigenen Kaskoversicherung gemeldet werden – telefonisch reicht als vorab-Meldung meist erstmal aus – ein entsprechender Fragebogen wird dann per Mail oder Post zugesendet. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, den Schadenbereich großflächig zu fotografieren – auch die Umgebung z. B. bei mehreren umgestürzten Bäumen oder Dachziegel, die auf das Auto gefallen sind, sollte mit fotografiert werden – sicher ist sicher.

Auch ein Screenshot der Unterwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes können hilfreiche Mittel sein, in strittigen Situationen zu argumentieren. Nicht immer ist die Wetterlage in bestimmten Regionen so eindeutig nachweisbar.

2. Ab in die Werkstatt des Vertrauens

Danach sollte ein Anruf in der Werkstatt Ihres Vertrauens erfolgen – bestenfalls bei uns 🙂 – wir schauen uns den Schaden an und melden entsprechend Fotos und den möglichen Schadenhergang der Versicherung nach

Gut zu wissen: So läuft die Schadenaufnahme bei uns ab.

3. Auf Kostenübernahme der Versicherung warten

Bitte lassen Sie nicht ohne schriftliche Freigabe Ihren Sturmschaden beseitigen – im Notfall kann die Kasko immernoch den Hergang in Frage stellen und die Zahlungsansprüche verweigern. Notreparaturen können selbstverständlich im Einzelfall abgeklärt werden.

4. Nur tatsächliche Kosten auf Grund des Sturmes sind erstattungsfähig

Hier noch eine Delle beseitigen, dort die Kratzer sollen mit wegmacht werden bei der Reparatur – klar, wir machen das – aber im Zuge einer Kaskoabrechnung kann nur das repariert werden, was tatsächlich mit dem Schadenereignis in Verbindung steht. Auch für eventuelle Vorschäden muss die Versicherung nicht zahlen und nimmt hier in der Regel einen Abzug Neu-für-Alt vor, da das Fahrzeug nach Reparaturende fiktiv einen höheren Wert haben kann als vorher.

5. Wann die Teilkasko einspringt, wann die Vollkasko

Wird Ihr Fahrzeug während der Fahrt von Ästen oder herumfliegenden Gegenständen getroffen, ist das ein Teilkaskofall – mit einer geringeren Selbstbeteiligung als bei der Vollkasko. Kommt es auf Grund eines Sturmes zu einem Unfall, z.B. weil einer umstürzenden Mülltonne ausgewichen werden muss, ist das ein Fall für die Vollkasko. In jedem Fall sollte beim ersten Telefonat mit der eigenen Versicherung nach deren erster Einschätzung gefragt werden.

Gut zu wissen: Das sind die Unterschiede zwischen Teil- und Vollkasko.

6. Diese Kosten werden übernommen

Die Versicherung erstattet die Kosten für die Reparatur des Fahrzeuges oder den Wiederbeschaffungswert – in der Regel nicht bezahlt werden eventuell entstehende Leihwagenkosten oder Nutzungsausfälle. Einige Zusatzvereinbarungen der Versicherer können dies aber durchaus mit einschließen. Hier sollte ein Blick in die eigenen Verträge ausreichen. Sehr gern können Sie einen unserer 17 Werkstattersatzwagen kostengünstig anmieten.