So gehen wir mit dem Thema Corona um

Die Entwicklungen der letzten Tage und Wochen rund um das Thema Corona scheinen sich immer mehr zuzuspitzen. Hier in Leipzig schätzen wir die Lage stabil ein (Stand 13.3.2020, 12:30 Uhr). Wir wollen uns gar nicht an Spekulationen beteiligen, aber den Blick auch mal auf das Handwerk legen.

Aktuell haben wir 27 tolle Mitarbeiter, davon ein Großteil mit kleinen und schulpflichtigen Kindern. Nachdem wir bereits vor 2 Wochen erste Unterweisungen vornahmen und auf das Thema Corona sensibilisierten, haben wir im Anschluss die Hygienemaßnahmen in unserer Firma in Leipzig-Kleinpösna erhöht. Desinfektionssprays stehen in den Büros für Kunden und Mitarbeiter bereit, der Bestand an Reinigungsmitteln, Seifen und Co. wurde aufgestockt und hochfrequente Bereiche werden täglich gereinigt und auch desinfiziert. Unsere Damen im Büro sind hier hinterher 😉

Hygienepläne und Anweisungen zum Umgang mit Corona als Arbeitnehmer hängen aus –  was, wie, wann der Geschäftsleitung zu melden ist, wissen alle Kollegen. Mehr können wir erstmal nicht tun. Atemschutzartikel, die vor allem in unserer Lackiererei dringend benötigt werden, sind bei unseren Lieferanten nicht mehr verfügbar. Bei der Bestellung und Auslieferung von Lackmaterialien und Ersatzteilen haben wir aktuell noch keine Einschnitte gemerkt. Noch haben die großen Zulieferer unserer Branche anscheinend genug auf Lager.

Einen Rückgang an Aufträgen oder Kundenbesuchen können wir glücklicherweise nicht verzeichnen. Dass der Krankheitsverlauf alters- oder vorerkrankungsbedingt unterschiedlich verläuft, ist bekannt. Die Gefahr eines kritischen Krankheitsverlaufs für den Einzelnen scheint subjektiv betrachtet erstmal gering. Doch was uns ebenso beschäftigt: Wie gehen wir mir der Situation um, wenn vorsorgliche Quarantänemaßnahmen für Arbeitnehmer gelten und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens nicht mehr gegeben ist. Ein Home-Office ist in unserer Branche nicht möglich, nur eine Notfallannahme per Telefon wäre denkbar.

Die unternehmerischen Einschnitte bei einem Totalausfall wären tief und würden weh tun. So wie bei vielen anderen Kollegen oder Firmen anderer Branchen. Keine Frage. Eine mögliche zentrale Schließung von Schulen- und Kindertageseinrichtungen haben wir intern besprochen und glücklicherweise für jeden davon betroffenen Mitarbeiter vorerst Lösungen für diesen Fall finden können.

Nur gemeinsam und im Dialog ist das möglich. Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen sehr genau, aber verbreiten keine Panik, sondern versuchen ruhig, sachlich und angemessen darauf zu reagieren.

Ihr Marco Böge
Geschäftsführer